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„Hier fin­den Kin­der und Ju­gend­liche Sicher­heit, Zu­wen­dung, Lie­be und eine an­ge­mes­sene Be­treu­ung.“

Wolfgang Hodbod, Dorfleiter


wolfgang hodbod

Kontakt:

Wolfgang Hodbod
Dorfleiter, Heilpädagoge
08062 7095-800
wolfgang.hodbod
(at)caritasmuenchen.de


April 2017 *** Besuch der Freien Wähler im Kinderdorf ***

„Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich im Umgang mit den Schwachen!“ Die Freien Wähler wollten sich einerseits ein Bild machen, wie konkrete Hilfe für Kinder und Jugendliche in einer Notsituation in unserem Raum geleistet wird und andererseits erfahren, wo noch Handlungsbedarf besteht. Dazu besuchten Michael Piazolo (MdL), Sepp Hofer(Bezirksrat) und Mary Fischer (Kandidatin Bundestags-wahl) das Caritas Kinderdorf Irschenberg, wo Dorfleiter Wolfgang Hodbod und Rudolf Kley, zuständig für Inobhutnahme, Rede und Antwort standen und ihre Anliegen vorbrachten.

Seit 1972 ist das Kinderdorf vielen jungen Menschen zur Heimat geworden, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können – so vielfältig die Probleme sind, so mannigfaltig sind dort die angebotenen Hilfsmaßnahmen, um die Betroffenen optimal zu unterstützen mit dem langfristigen Ziel der Rückführung in die Herkunftsfamilie. Bis dahin wird in den Kinderdorffamilien der Alltag in einer kindergerechten, liebvollen Umgebung gelebt mit großem Wert auf die individuelle Förderung und das Üben lebenspraktischer Kompetenzen. Dabei stehen schulische und therapeutische Fachkräfte zum Teil sogar rund um die Uhr bereit. Das Hilfsprogramm schließt auch präventive, individuelle Betreuung für Kinder und ihre Familien in der Region mit ein. Den Jugendlichen stehen als Sprungbrett in die Selbständigkeit im Raum Rosenheim Jugendwohngruppen, Jugendwohnungen und betreutes Wohnen zur Verfügung.

 

Sozialraumorientierte Jugendhilfe in Rosenheim

In drei Sozialräumen (Rosenheim Nord: Caritas Kinderdorf Irschenberg, Ost: Diakonie und West: Startklar Schätzel GmbH) erfolgt eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und freien Trägern auf Augenhöhe. Die Sozialraumteams aus pädagogischen Fachkräften beraten und unterstützen Kinder und Familien vor Ort um Lösungen für individuelle Problemlagen im Beriech Erziehung und Schule zu entwickeln und dabei an den Stärken und Möglichkeiten der Betroffenen anzusetzen. Positiver Nebeneffekt dieses Projektes, das in vielen Kommunen als beispielgebend erachtet wird, ist die stabile Kostensituation für den Landkreis.

Um die Arbeit zum Wohl der Kinder und Jugendlichen weiterhin zu optimieren, wurden den Politikern auch Anregungen mitgegeben:

  • So sollten junge Erwachsene wegen der Nachhaltigkeit ausreichend lange in den Berufseinstieg begleitet werden und nicht zu früh aufgrund der Volljährigkeit aus einer Maßnahme entlassen werden.
  • Rückführungen in die Herkunftsfamilie sollen von der Justiz sehr genau überlegt werden. Die Identitätsfindung eines Kindes in der Pflegefamilie und die Bindung an diese ist ein Rechtsgut, das gestärkt und geschützt werden muss.
  • Männliche Erzieher sind selten und werden aber gerade von Jungen in der Pubertät als Orientierungsfigur gebraucht. Das Gehalt sei nach fünf Jahren Ausbildung nicht attraktiv und reiche kaum aus, um selber eine Familie zu gründen.

Für die Ganztagesbetreuung in den Schulen braucht es qualifizierte Mitarbeiter – hier sollten unbedingt fachspezifische Ausbildungsmaßnahmen angeboten werden.

 

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V.r.n.l.: Prof. Dr. Michael Piazolo (MdL FW, München), Wolfgang Hodbod (Dorfleiter),
Mary Fischer (Kandidatin Bundestag 2017 FW, Wahlkreis Rosenheim, Lehrerin für kath. Religion i.K., Greimharting),
Rudolf Kley (Fachdienst Inobhutnahme), Sepp Hofer (Kreis- und Bezirksrat, Halfing),
Foto: Andrea Fischer, Lehramtsanwärterin Mittelschule Stephanskirchen, Greimharting

 

Ganz besonders liegt die Zukunft der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge der Heimleitung am Herzen. Die Gesetzeslage ist klar definiert und die Abschiebepraxis ist in allen Bundesländern verschärft worden, besonders in Bayern. Herr Hodbod weist auf den enormen Kraftakt hin, der im Raum Rosenheim zur Unterbringung und Betreuung unternommen wurde. Damit dieser nicht ins Leere laufe, sollte die 3+2 Regelung (3 Jahre Ausbildung und 2 Jahre Arbeitspraxis) unbedingt wieder großzügig aufgenommen werden – wir schaffen uns die Probleme selber, indem wir den Menschen keine Arbeit und damit keine Perspektiven geben.

 

Beste Arbeitgeber Deutschlands Gesundheit und Soziales

Das größte Kapital sind motivierte und zufriedene Mitarbeiter. Die Ergebnisse einer Benchmark Studie führten dazu, dass das Caritas Kinderdorf Irschenberg als einer der besten Arbeitgeber im Bereich Gesundheit und Soziales 2017 in Deutschland Ende April ausgezeichnet wird. Zur Gewinnung neuer Fachkräfte trägt zum Beispiel ein Trainee-Programm in die unterschiedlichen Formen der Jugendhilfe bei, das zusammen mit dem Landratsamt Rosenheim entwickelt wurde.

Bei einem abschließenden Rundgang durch das Kinderdorf bemerkte die Abordnung der FREIEN WÄHLER u.a. erfreut, dass die Caritas auch für Klima und Umwelt Verantwortung übernehme: die Häuser waren alle energetisch saniert und für familiengerechten Wohnkomfort modernisiert worden.

Greimharting, den 21. April 2017

Mary Fischer

 

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