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„Hier fin­den Kin­der und Ju­gend­liche Sicher­heit, Zu­wen­dung, Lie­be und eine an­ge­mes­sene Be­treu­ung.“

Wolfgang Hodbod, Dorfleiter


wolfgang hodbod

Kontakt:

Wolfgang Hodbod
Dorfleiter, Heilpädagoge
08062 7095-800
wolfgang.hodbod
(at)caritasmuenchen.de


Ein Kind kann sich seine Eltern nicht aussuchen. ....

Am 20.09.17 ist Weltkindertag. Grund genug, einmal mehr darauf hinzuweisen, dass nicht alle Kinder in Deutschland das Glück haben, in einer intakten Familie aufwachsen zu dürfen. Einige finden deshalb in einer Kinderdorffamilie ein neues Zuhause.

Während die überwiegende Mehrheit der Kleinkinder und Kinder in unserem Land wohlbehütet durch Mama und Papa aufwachsen, gibt es Kinder, deren Urvertrauen in die eigenen Eltern früh erschüttert wurde. Es geschieht jeden Tag mitten unter uns: Ein Kind wird vernachlässigt oder gar misshandelt. Dann liegt eine sogenannte Gefährdung des Kindeswohls vor und die zuständigen Behörden müssen einschreiten. Im Notfall werden sie eine Herausnahme des Kindes aus der Familie veranlassen. In einer sozialen Einrichtung, wie dem Caritas Kinderdorf in Irschenberg finden diese Kinder ihre neue Heimat. Derzeit leben 85 Mädchen und Buben in 13 Wohngruppen. Sechs der Familiengruppen werden in Lebensgemeinschaft geführt. Hierbei übernehmen pädagogisch ausgebildete Hausmütter, -väter oder -eltern die Aufgaben der leiblichen Eltern und bilden eine Kinderdorffamilie.

Ein Bericht über das besondere Berufsbild der Kinderdorfmutter.

Kinderdörfer bieten den Kindern, eine neue Chance unter guten Bedingungen in Sicherheit aufzuwachsen. In den Kinderdorffamilien finden sie den Schutz und die Fürsorge, die sie so dringend benötigen und auf die sie seit 1989 zudem ein Recht haben. Denn in den UN-Kinderrechtskonvention haben sich die Vertragsstaaten damals verpflichtet, jedem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten seiner Eltern, den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die zu seinem Wohlergehen notwendig sind.

 

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Jede Kinderdorffamilie kann Haus und Garten nach ihren Vorstellungen gestalten. Dazu gehört auch die Pflege und die ist Gemeinschaftsarbeit. So möchte es Evi Lanz, Kinderdorfmutter in Haus 10.

Evi Lanz ist seit 1987 eine der Hausmütter in Irschenberg und hat über die Jahre 47 Kinder beim Heranwachsen begleitet. Derzeit leben bei ihr sechs Kinder zwischen 11 und 15 Jahren. Die erfahrene Kinderdorfmutter weiß, was für die Kinder neben einer kindgerechten, liebevollen Atmosphäre wichtig ist: „Geborgenheit, Verlässlichkeit und ein strukturierter Tagesablauf. Vieles davon erleben, die Kinder bei uns zum ersten Mal. Dazu gehören eine regelmäßige Versorgung, das Erledigen der Hausaufgaben und gemeinsame Zeit zum Spielen und für Ausflüge. Manche Kinder geben sich selbst die Schuld an der Situation, was sie manchmal hindert mit einem ausgebildeten Selbstbewusstsein und dem Wissen um ihre Talente und Möglichkeiten, den Alltag gut zu bewältigen. Durch gezielte psychologische und pädagogische Betreuung bauen die Kinder langsam ihr Selbstvertrauen aus und finden zu einer positiven Lebenseinstellung.“ Hierbei wird die pädagogisch ausgebildete Kinderdorfmutter durch Kolleginnen sowie Psychologen, Heilpädagogen und Therapeuten unterstützt. Eine Zugehfrau hilft, das große Haus auf dem Kinderdorfgelände in Ordnung zu halten. Die Kinder bleiben so lange in den Familiengruppen bis sie entweder in die eigene Familie zurückkehren können oder selbstständig ihr eigenes Leben meistern. Und auch danach können sie sich sicher sein, im Kinderdorf immer ein offenes Ohr zu finden, falls sie Unterstützung benötigen oder ihre ehemalige Kinderdorffamilie besuchen wollen. Das ist Evi Lanz besonders wichtig: „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir - wie in jeder anderen Familie auch - immer für die Kinder da sind, auch wenn aus ihnen zwischenzeitlich junge Erwachsene geworden sind.“

Über den außergewöhnlichen Beruf der Hausmutter äußert sich der Dorfleiter, Wolfgang Hodbod folgendermaßen: „Man muss schon bereit sein, auf eine strikte Trennung von Privat- und Berufsleben weitgehend zu verzichten. Unsere derzeitigen Leiterinnen und Leiter der Kinderdorffamilien, ob alleine, mit Ehepartner, mit oder ohne eigene Kinder sehen ihre Arbeit in der großen Kinderdorfgemeinschaft als Bereicherung ihres Lebens.“

 

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Hausmütter, -väter oder -eltern leiten die 13 Kinderdorffamilien. Evi Lanz ist seit 30 Jahren eine von ihnen. Hier bei der Gartenarbeit mit einem Teil ihrer Kinder.

Kinderdorfmutter Lanz hat nach eigenen Angaben im Kinderdorf ihr persönliches Lebensglück gefunden. Das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu leisten, macht für sie nach eigener Aussage den Beruf zur Berufung. Zu erleben, dass sie tatsächlich viel bewirken kann. Wenn sie die Kinder durch die Höhen und Tiefen insbesondere der Pubertät geführt hat und diese dann irgendwann gekonnt ihre eigenes Leben meistern, das ist ihre Motivation, weiter zu machen. Und das seit 30 Jahren!

 

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Evi Lanz (links) ist die dienstälteste Kinderdorfmutter im Caritas Kinderdorf Irschenberg. In ihrer Kinderdorffamilie leben derzeit sechs Kinder und Jugendliche (zwei davon wollten nicht auf das Bild). Tatkräftige Unterstützung bekommt sie von Erzieherin Julia Pisch (rechts).

 

Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik

Eine zunehmende Zahl von Alleinerziehenden und Paaren ist mit ihrer Lebenssituation massiv überfordert und kann ihren Pflichten gegenüber ihrem Nachwuchs nur unzureichend nachkommen. Oftmals sind Alkohol- und Drogensucht oder psychische Probleme der Grund hierfür. Allein in Bayern wurden 2016 in insgesamt 3 .644 Fällen gerichtliche Maßnahmen eines Familiengerichts für Kinder- und Jugendliche aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet.

Caritas Kinderdorf in Irschenberg

Derzeit beherbergt das Caritas Kinderdorf Irschenberg rund 85 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 17 Jahren, die außerhalb ihrer Herkunftsfamilien aufwachsen. Die Mädchen und Buben wurden dem Kinderdorf von den Jugendämtern anvertraut, da sich ihre Eltern nicht ausreichend um deren Wohl und Erziehung kümmern können. Das 1972 gegründete Kinderdorf mit seinem sozialpädagogischen Förderzentrum und seinen heilpädagogischen Gruppen stellt alle notwendigen Hilfen zur Förderung und Erziehung der betroffenen Kinder zur Verfügung. Neben den Familiengruppen und weiteren Wohngruppen, die das Dorfgefüge mit vielen Häusern bilden, bieten Fachkräfte des Caritas Kinderdorfs vielfältige, ambulante Hilfsprogramme für Kinder,  Jugendliche und deren Familien in den Landkreisen Miesbach, Rosenheim und Bad Tölz.

Weltkindertag in Deutschland

Der diesjährige Kindertag steht unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben!“ UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk appellieren vor der Bundestagswahl an die Parteien, Kinderinteressen in ihren Wahlprogrammen zu berücksichtigen und in konkrete Politik für Kinder umzusetzen. Die Geburtsstunde des Weltkindertages war die 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen. Am 21. September 1954 empfahl sie ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzurichten, um sich für die Rechte der Kinder einzusetzen und die Freundschaft unter Kindern und Jugendlichen zu fördern. Zudem verpflichteten sich die Regierungen, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF einmal im Jahr zu unterstützen. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert. In Deutschland immer am 20. September.

 

Kontakt:
Caritas Kinderdorf Irschenberg
Florian Lintz
Miesbacher Str. 22
D-83737 Irschenberg
Tel.: 08062 9089-10
Fax: 08062 9089-50

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.kinderdorf.de
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